Flandernrundfahrt

05. Apr 2020

Die Hochmesse des flämischen Radsports

Wenn am 5. April zum 104. Mal der Startschuss zur Flandernrundfahrt erklingt, steht ganz Belgien Kopf. Das Rennen gilt als `Hochmesse des Radsports´ und genießt in Flandern den Status eines Heiligtums. Nachdem im April 2019 »Vlaanderens mooiste« mit einem Sieg des Italieners Alberto Bettiol endete, hofft das radsportverrückte Volk für dieses Jahr wieder auf den Sieg eines Landsmanns. Zuletzt erklomm 2017 der Belgier Philippe Gilbert das Siegertreppchen nach dem mehr als 250 Kilometer lange Rennen.

Nach zwieschenzeitlicher "Abstinenz" führt die Flandernrundfahrt seit 2017 auch wieder über die gefürchtete Muur van Gerardsbergen. Der Anstieg ist etwas mehr als einen Kilometer lang, bis zu 20 Prozent steil - und als wäre das nicht genug, führt er zum Teil über Kopfsteinpflaster. Die Organisatoren rechnen mit einem enormen Publikumsandrang, dem sie durch die Errichtung eines temporären Fan-Dorfes begegnen. Der Startschuss für die ´Ronde´ fällt auf dem Grote Markt in Antwerpen.

Bereits einen Tag vor den Profis gehen rund 16 000 Hobbyfahrer an den Start des Jedermannrennens. Für Radsportfans lohnt sich die Reise nach Flandern auch deshalb, weil in Oudenaarde seit 2003 das ´Centrum Ronde van Vlaanderen´ (CRVV) existiert. Auf interaktive Weise wird hier die ruhmreiche Geschichte des einzigartigen Events lebendig gemacht.

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