Das Narrenfest: Bruegel Wiederentdeckt

7. April bis 28. Juli 2019

Pieter Bruegel verkörpert die flämische Identität wie kein anderer. Warum ist er zu einer Ikone geworden, zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration? Dieser und vielen anderen Fragen geht die Ausstellung „Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt“ nach. Der Besucher lernt eine Reihe von Schlüsselwerken flämischer und internationaler Künstler kennen, die einen Bezug zu Bruegel haben, darunter James Ensor, Otto Dix und George Grosz. Mit bereits vorhandenen oder eigens geschaffenen neuen Werken knüpfen sie an Bruegels Themen an, interpretieren sie neu, zitieren ihn und zeigen damit, dass sein Werk nichts von seiner Bedeutung verloren hat.

Besucher tauchen ein in ein Spiel wechselnder Stimmungen – nicht nur durch die Kraft der Gemälde, sondern auch durch Musik, Literatur und Filme. Dabei können sie nicht nur Bruegels zynischen Humor und seine Karikaturen, sondern auch die versteckten Botschaften und die Art, wie er Landschaften und das Leben auf dem Land verklärt, entdecken.

Besucher erwartet zudem eine faszinierende Reise durch die labyrinthartigen Innenräume des Schlosses, die von Rimini Protokoll, einer der kreativsten Berliner Theaterkompagnien, intelligent gestaltet wird. Mit Virtual-Reality-Brillen können die Besucher in einer umfassenden Videoinstallation in Bruegels Gemälden in das ländliche Leben eintauchen – nicht nur in Belgien, sondern auch in Burundi, Ostanatolien, Utah oder Punjab.

Schloss Gaasbeek liegt etwa 13 Kilometer südwestlich von Brüssel und gilt als Flanderns romantischstes Schloss.

Jetzt teilen: